Was ist eine Übungsfirma?

Eine Übungsfirma ist ein virtuelles Unternehmen für die kaufmännische Aus- und Weiterbildung. Es wirtschaftet und handelt unter Echtbedingungen, etwa so wie ein Flugsimulator für Piloten. In Deutschland gibt es derzeit rund 500 Übungsfirmen.

Von der Personalabteilung bis zum Marketing – jede Übungsfirma ist das Abbild eines Unternehmens und seiner kaufmännischen Abteilungen. So können die »Mitarbeiter/-innen« der Übungsfirmen alle Abläufe des täglichen Wirtschaftsgeschehens unter echten Rahmenbedingungen lernen und trainieren. Alle Aktivitäten entsprechen der kaufmännischen Praxis. Der Warenverkehr wird durch Lieferscheine abgebildet, der Zahlungsverkehr durch virtuelles Buchgeld.

(Quelle: Deutscher Übungsfirmenring)

An unserer Schule gibt es zwei Übungsfirmen, mit denen wir auch regionale und internationale Übungsfirmenmessen besuchen:

die DTH und die CMW.

DTH bedeutet: „Drive & Travel with your Handy GmbH“. Diese Übungsfirma bietet alles zum Thema Autos – Reisen und Handys an.

Die CMW: „Coffee meets Water GmbH“ bietet Produkte an zu den Bereichen Wasser (Wasserspender, Wasser), Kaffee (Kaffeevollautomaten, Kaffeeautomaten für Industriekunden, Pad- und Kapselmaschinen, Kaffeebohnen, Pads, usw.), Tee und Zubehör (z.B. Tassen, Thermokannen, usw.). Unsere Partnerfirma ist die Bühler Catering. Die Firma unterstützt uns auf Messen mit Kaffee, Wasserspendern, Kaffeebohnen, Bechern, Werbematerial. Der regelmäßige Besuch von Übungsfirmenmessen ermöglicht es den Schülern, Einblicke in andere Übungsfirmen zu erhalten und alle Tätigkeiten rund um einen Messeauftritt kennen zu lernen.

Neu in diesem Schuljahr: unsere Patenfirma Saturn, die freundlicherweise DTH unterstüzt. So konnten die Schüler auf der Übungsfirmenmesse in Pforzheim aktuelle Handy-Modelle  präsentieren und erhielten aufschlussreiche Einblicke bei einer Betriebsführung mit anschließendem Verkaufstraining.

 

Ziele einer Übungsfirma

Die Übungsfirma bietet die Möglichkeit der Entwicklung von...

Fachkompetenz

Die konkrete Verbindung von Theorie und Praxis eröffnet einen Erfahrungsraum, in dem kaufmännisches Wissen und Handeln in allen kaufmännischen Teilgebieten (z.B. Ein- und Verkauf, Marketing, Personal- oder Rechnungswesen) unmittelbar aufeinander bezogen und Gelerntes nachhaltiger verankert wird. Sachzusammenhänge werden durch das konkrete Erleben deutlich erkennbar. Der Umgang mit marktgängiger Software erleichtert die spätere Anwendung in der realen Berufstätigkeit enorm.

Sozialkompetenz

Bestehende Handlungs- und Entscheidungsfreiräume innerhalb des Lernprozesses erlauben Fehler und machen Konsequenzen des eigenen Handels erlebbar. Die Teilnehmer/-innen nehmen direkte Konsequenzen ihres Handelns wahr und lernen, verantwortungsvoll, lösungs- und praxisorientiert zu denken und zu arbeiten – ohne dabei jedoch tatsächlichen wirtschaftlichen Schaden anrichten zu können.

 

Methodenkompetenz

Die Teilnehmer/-innen arbeiten in der Übungsfirma weitgehend selbst-ständig, Frontalunterricht findet nur in Ausnahmen ergänzend statt. Stattdessen werden aus dem praktischen Handeln auftretende Probleme individuell erörtert und gemeinsam gelöst. Teilnehmer/-innen erlernen so Möglichkeiten, miteinander und voneinander zu lernen, sich Informationen zu erschließen und diese auf konkrete Fälle anzuwenden.

(Quelle: die-zentralstelle.de)